Ein Leben der Suche nach zeitloser Form – und authentischem Ausdruck.

Geboren 1936 in Ansbach, erhielt Roland Vogel seine Ausbildung zum Steinbildhauer bei dem akademischen Bildhauer Albert Feist (1913-1984) in Nürnberg. In der Zeit des Wiederaufbaus der Nürnberger Altstadt wirkte Roland Vogel mit an der Wiederherstellung zahlreicher historischer Bauplastiken. Von 1955-1960 studierte er Bildhauerei bei Professor Anton Hiller an der Akademie für bildende Künste in München und erhielt dort einige Auszeichnungen bei Wettbewerben.

Roland Vogel schuf eine Vielzahl freier Plastiken für den privaten und öffentlichen Raum sowie Kircheneinrichtungen, Kriegerdenkmale, Brunnen- und Dorfplatzgestaltungen u. a. in Paris, Nürnberg, München, Aschaffenburg, Schweinfurt, Weißenburg, Ingolstadt, Schwabach, Ansbach, Eichstätt, Wunsiedel, Tenno (Italien), Lentersheim, Sachsbach, Schalkhausen, Colmberg, Lichtenau, Gerolfingen, Großlellenfeld, Allmannsdorf, Bechhofen, Neunstetten, Unterschwaningen, Elpersdorf, Brodswinden sowie für die Rangau Fachklinik Strüht.

Roland Vogel Akademie München
Bildstock-von-Roland-Vogel

Während seiner aktiven Mitgliedschaft in der Gruppe „Gestaltungskreis Bayern“ wirkte er mit an zahlreichen Gemeinschaftsprojekten, Ausstellungen und Bildhauersymposien und war mit künstlerischen Arbeiten auf Landes- und Bundesgartenschauen vertreten. Neben der Führung seines Handwerksbetriebes war er aktives und förderndes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal. In öffentlichen Vorträgen und Schulungen sensibilisierte er für das Thema: Individuelle und personenbezogene Gestaltung von Grabdenkmalen mit besonderer Aussage gegenüber einer, durch Maschinen diktierten, uniformen und bedeutungslosen Formensprache. In diesem Zusammenhang wies er hin auf die zunehmende Sinnentleerung und Verflachung der Sepulkralkultur als ein Spiegelbild der Gesellschaft. Im Rahmen öffentlicher Aufträge aus den Bereichen Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege, widmete Roland Vogel sich der Restaurierung, Konservierung, Abformung, Rekonstruktion und Wiederherstellung historischer Plastiken von der Antike bis zur Gegenwart sowie der Restaurierung historischer Natursteinfassaden an Stadtbefestigungen, Kirchen, Burgen, Brunnenanlagen, Gärten und Schlössern im mittelfränkischen und im hessischen Raum (Schloss Heidelberg).

Hl. Franziskus-Granit-Roland-Vogel
Hl. Franziskus-Granit-Roland-Vogel
Schloss-Heidelberg-Friedrichsbau
Putto-Schloss-Heidelberg
Selbstbekrönung Granit von Roland Vogel
„Selbstbekrönung“ Plastik aus Granit von Roland Vogel
Dresdner Sphingen
Die Dresdner Sphingen

Roland Vogel ist auch heute im Ruhestand weiterhin kunstschaffend tätig. 2017 restaurierte er zwei Großplastiken des Dresdner Bildhauers Ernst Rietschel, die dieser im Auftrag der Großen Landesloge von Sachsen im Jahr 1838 für das ehemalige Dresdner Logenhaus an der Ostraallee 15 fertigte. Hierbei handelt es sich um zwei  überlebensgroße Sphingen im ägyptischen Stil, die bis 2014 als Kriegsverlust galten und im Zuge der Wiederbebauung der Dresdner Innenstadt bei Grabungsarbeiten wieder aufgefunden wurden. Nach dem Verbot der Freimaurer 1934 waren die beiden Figuren durch Nationalsozialisten 1942 im Herzogingarten vergraben worden.

Hierbei handelt es sich um zwei  überlebensgroße Sphingen im ägyptischen Stil, die bis 2014 als Kriegsverlust galten und im Zuge der Wiederbebauung der Dresdner Innenstadt bei Grabungsarbeiten wieder aufgefunden wurden. Nach dem Verbot der Freimaurer 1934 waren die beiden Figuren durch Nationalsozialisten 1942 im Herzogingarten vergraben worden.