Grabmalgestaltung

Hinweis zu unseren Bildergalerien:

Die in unseren Galerien gezeigten Grabdenkmale stehen beispielhaft für eine qualitativ hochwertige und gestalterische anspruchsvolle Grabmalgestaltung der jeweiligen Rubrik. Die Auswahl des gezeigten Bildmaterials wurde ausschließlich unter diesen Gesichtspunkten getroffen. Falls Nutzungberechtigte die Abbildung eines Denkmals auf unserer Website nicht wünschen, bitten wir Sie uns dies mitzuteilen – die Entfernung erfolgt dann umgehend.

Hinweise zur Grabmalgestaltung:

Die Gestaltung  einzelner Gräber bestimmt weitgehend das Bild des Friedhofs. Deshalb ist sie so wichtig. Damit Grabmal und Grabbepflanzung sich in die unmittelbare und weitere Umgebung einfügen – zum eigenen Vorteil und zum Vorteil der gesamten Anlage – ist ein Gespräch mit dem Steinmetzen und dem Gärtner direkt am Grab unerlässlich. Eine Auswahl nach Katalog oder am Lagerplatz kann diese Beratung vor Ort nicht ersetzen. Das Grabmal sollte etwas über den Toten aussagen, zu dessen Gedenken es gesetzt wird. Es gibt eine Vielfalt möglicher Formen, von der hohen, schlanken Stele bis zur liegenden Grabplatte, vom Kreuz bis zum kubisch oder vollplastisch gestalteten körperhaften Grabzeichen. Schon die Wahl der Grundform ist Teil der Aussage. Sie sollte ebenso wie Schrift und Sinnzeichen nicht ausschließlich nach rein formalen Aspekten gewählt werden, sondern vor allem anderen nach inhaltlichen. Versinnbildlicht das hohe, aufrecht stehende Grabzeichen die christliche Auferstehungshoffnung, so bringt das liegende Grabmal das Bedürfnis zum Ausdruck, den Toten zu beschützen. Hierbei muss es sich dann aber um ein in die Bepflanzung eingebettetes, gestaltetes Mal handeln und nicht um eine vermeintlich pflegeleichte Vollabdeckung des Grabes durch Steinplatten oder Kies. Das so genannte Breitwandmal hat keinen dieser vorgenannten Sinngehalte und fügt sich nicht der pflanzlich bestimmten Umgebung auf dem Friedhof ein. Es verdankt seine Verbreitung der irrigen Annahme, dass eine mehrstellige Grabstätte auch ein entsprechend breites Grabmal erfordere. Wenn hier auch andere Maßverhältnisse möglich sind, so sollte immer das aufrechte, schlanke Zeichen, das zudem die räumliche Wirkung eines Gräberfeldes so eindrucksvoll steigern kann, dem die Grabstätte gleichsam abriegelnden Breitwandmal vorgezogen werden. Schließlich ist auch die Kombination von gemeinsamen, aufrechtem Zeichen und liegenden Namenssteinen auf den einzelnen Gräbern möglich. Für Zeichen auf Urnengräbern gibt es zwei Möglichkeiten: einmal die liegende, das Grab lediglich zu einem Teil bedeckende quadratische, runde oder polygonale Platte, zum anderen das aufrechte, über der Grabmitte stehende plastische Denkmal. Hierbei ist es unerlässlich, dass das Urnengrab – im Gegensatz zum Körpergrab -einen quadratischen Grundriss erhält. Die Oberflächenbearbeitung der Grabzeichen muss so vorgenommen werden, dass der grundsätzlichen Forderung nach zurückhaltender Gestaltung auf dem Friedhof entsprochen wird. Polierte, glänzende Flächen sind auf einem Grabmal nicht angebracht, auch nicht eine aufdringliche Darstellung von Schrift und Symbol. Ein Sinnzeichen soll den Glaubensinhalt, eine Eigenschaft, eine Vorliebe oder ein anderes Element, das das Leben des hier Bestatteten bestimmte, auf einen kurzen und prägnanten Nenner bringen. Aus ihrem Sinnzusammenhang gelöste plastische oder graphische Elemente, die obendrein wie Dürers „Betende Hände“ oder zwei gekreuzte Palmwedel auf einer Vielzahl von Grabmalen zu finden sind, vermögen dies nicht. Das Kreuz sollte eine stets persönliche Aussage sein. Die hohe Bedeutung dieses Zeichens in der christlichen Religion verbietet einen gedankenlosen Umgang mit ihm, so auch das häufige „zur Seite-schieben“. Sinnbilder erhöhen den Aussagewert des Grabmals und können eine künstlerische Bereicherung sein. Sie vermögen die Grabstätte als Ort des Gedenkens zu kennzeichnen und so auch die Erinnerung an den Toten wach zu halten. Die Schrift kann durch Größe und Anordnung sich der Form unterordnen, eine Fläche graphisch gestalten oder sogar die Form des Grabmals bilden. Stein, Holz, Eisen und Bronze haben ihre Eignung über Jahrhunderte bewiesen. Jeder dieser Werkstoffe ist materialgerecht handwerklich zu bearbeiten und kann dann mit Würde altern ohne dauernde Pflege oder Nachbehandlung.

Der obige Text ist ein Auszug aus einer Informationsschrift der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal. Den gesamten Text finden Sie unter:  Tipps zur Grabmalgestaltung

Warum ein Grabmal?
Weil der Ort der Bestattung eines Zeichens bedarf.
Weil das Grabmal an die Einzigartigkeit und Würde des Verstorbenen erinnert.
Weil das Grabmal ein Markstein ist an der Grenze des Lebens.
Weil das Grabmal einlädt zu
DIALOG
TRAUERN
WEINEN
WUT
STILLE
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